Der Rottweiler

 

Rottweiler - Standard

Gewicht : 40 – 50 kg
Schulterhöhe: Rüde 60 – 68cm
  Hündin 55 – 65cm
Farbe: allgemein schwarz mit braunen Abzeichen
Rute: ab 1998 nicht mehr kupiert
Heimatort: Deutschland

Sein Wesen

Er ist ein geeigneter Polizeihund und wird auch im Dienste der Polizei gebraucht. Auch ist er Ideal für eine Familie mit Kindern. Er ist sehr intelligent, gehorsam, mutig, ausdauernd und äusserst widerstandsfähig. Weil er einen ruhigen, ausgeglichenen Charakter und eine angeborene Liebe für die Körperpflege zeigt ist er auch als Wohnungshund geeignet. Der Schädel ist breit, die Schnauze ziemlich kurz. Der allgemeine Eindruck ist der eines mächtigen gefürchteten Hundes. Als Einzelhund ist er ein sehr guter Kinderfreund. Meistens wird er in der Herde zur Bestie. Auch wird er vielfach von den Hundehaltern zum gefürchteten Kampfhund abgerichtet.

Seine Erziehung

Empfehlenswert ist, wenn er bis 10 Wochen bei der Mutter und seinen Geschwistern bleiben darf. Als Welpen sollte man möglichst viele Stunden mit ihm verbringen. Auch sollte man einen Hundeerziehungskurs machen, damit ihm Gehorsamkeit und Anstand beigebracht wird. Weniger sollte er in einem Zwinger oder an einer Kette gehalten werden. Sonst kann er zu einem gefürchteten Raubtier werden. Er ist ein sehr guter Wachhund und liegt gerne ohne Kette vor dem Haus oder Stall.

 

1.     Was ist das Besondere an der Rottweiler-Rasse?

Der Rottweiler ist ein nervenfester, ruhiger und umgänglicher und von Natur aus ein friedliebender Hund, den so schnell nichts aus der Ruhe bringt. Bei artgerechter Integration in die Familie bewacht und beschützt er diese selbstlos und ist Kindern gegenüber friedlich und freundlich gesinnt. In der Hundeausbildung wird der Rottweiler besonders wegen seiner Verlässlichkeit und der Eignung, das bei der Erziehung und Ausbildung Gelernte zu behalten, besonders geschätzt.

2.     Für wen eignet sich die Rasse?

Der Rottweiler braucht eine konsequente Erziehung und eine, seinen ihm zugedachten Aufgaben entsprechend, ebenso gezielte Ausbildung. Wer nicht Willens und in der Lage ist, dem Rottweiler diese geforderte Erziehung Ausbildung zu vermitteln, oder wer glaubt, mit dieser Rasse ein Prestigeobjekt oder ein Statussymbol zu erwerben, ist mit dem Rottweiler falsch beraten. Der Rottweiler kann problemlos in der Familie gehalten werden und ist daneben auch als Diensthund bei der Polizei, beim Zoll oder für Bewachungsaufgaben beim Militär, einsetzbar.

3.     Geschichte des Rottweilers.

Der Rottweiler zählt zu den ältesten Hunderassen. Sein Ursprung geht bis in die Römerzeit zurück. Den Namen erhielt er von der Süddeutschen Stadt Rottweil. Er wurde im Mittelalter von den Metzgern zum Treiben und Bewachen der Grossviehherden eingesetzt und wurde deshalb auch „Rottweiler-Metzgerhund" genannt. Seit dem Jahre 1910 ist der Rottweiler in Deutschland offiziell als Polizeihund anerkannt. Der Rottweiler war nie ein Kampfhund, wie ihm heute vielfach angelastet wird. Er wird heute vor allem als Familien- und Diensthund gehalten. In der Schweiz kann die Rottweiler-Hundezucht bis ins Jahr 1909 zurückverfolgt werden. Damals wurde erstmals ein Rottweiler in der Schweiz ausgestellt und ins Schweiz. Hundestammbuch eingetragen. Der Schweiz. Rottweilerhunde-Club (SRC) wurde 1921 gegründet und ist seither bemüht, den Rottweiler als Gebrauchs- und Familienhund zu fördern. Seit 1960 führt der SRC in der Schweiz Wesensprüfungen (Charaktertests) durch, bei welchen u.a. das friedliche Zusammensein zwischen Mensch und Hund geprüft wird. Nur Hunde mit bestandenem Test werden im SRC zur Zucht zugelassen. Das Österreichische Bundesheer unterhält eine Militärhundestaffel welcher praktisch ausschliesslich Rottweiler angehören. Dort wurde die Erfahrung gemacht, dass sich der Rottweiler für Bewachungsaufgaben hervorragend eignet und gleichzeitig problemlos beim Hundeführer in der Familie, als Familienhund, gehalten werden kann. Der ehemalige Deutsche Bundeskanzler, Dr. Konrad Adenauer, hat über seinen Rottweiler folgendes gesagt

Mein Rottweiler ist ein treuer Wächter und ein angenehmer Begleiter. Ich begrüsse es, dass sich der Allgemeine Deutsche Rottweiler-Klub (ADRK) die Betreuung und Förderung dieser alten deutschen Hunderasse als Gebrauchshunde zur Aufgabe macht, und wünsche seinen Bestrebungen vollen Erfolg